Ein zentraler Aspekt in Joachim Pfaffmanns Schaffen ist der Mensch. Er versetzt ihn in einen poetischen oder surrealen Kontext (erkennbar an den Werktiteln), wodurch er tiefliegende wahrhaftige Emotionen ergründet, eine Verortung in einer fremdartigen, traumartigen Umgebung sowie eine Geworfenheit in eine oft unverständliche Welt und die daraus resultierende Einsamkeit.

Dies ermöglicht einen Entwurf von Sinn und Selbst.

 

Durch Rekombination und digitale Verfremdung entstehen ganz neue Gebilde oder Wesen, die aus eben diesen fremden, surrealen Welten zu stammen scheinen oder tief in uns selbst schon lange existieren.

 

Neben Fotografie und digitaler Bearbeitung kommen auch analogen Techniken wie Cyanotypie, Fotogramm, Collage und Malerei zum Einsatz.

 

 

 

 

"Fotografie ist der Versuch, Realität abzubilden, wie sie sich darstellt, was niemals gelingt. Sie bleibt immer Interpretation des Abbildenden. Sie bleibt eine Jagd ohne Beute. Im Idealfall erbeutet der Fotograf etwas, das er nicht gejagt hat.

 

Andererseits kreiert Fotografie eine künstliche, kunsthafte Welt. Eine Welt der Idealisierung, des Traumes, der Phantasie, der Begierde, der Abgründe. Es ist eine sanfte Welt. Manchmal friedlich, manchmal brutal, manchmal einsam, manchmal kindlich, manchmal fremdartig. Aber immer sanft. Eine Welt, die jeglichen Spielraum und jegliche Interpretation offen lässt." - JP, 2022