Dunkle Geschichten

 

In der Tradition von E. A. Poe und H. P. Lovecraft stellt Joachim Pfaffmann in einem zeitgenössischen Stil und Kontext die Realität in Frage und sucht nach den Ursachen des Grauens, das sich immer wieder durch unser Leben aufbäumt.

Diese Geschichten erzählen von Dämonen, die ihre Finger aus ihrer Dimension nach uns ausstrecken. Und sie erzählen von Träumen und Albträumen, die sich in die Realität mischen. Träume manifestieren sich durch das Erinnern. Der Vorgang des Erinnerns materialisiert sie, sie kristallisieren in die Realität und stehen unumstößlich wie ein Fels vor uns. Besonders Albträume. Sie stehen vor uns wie Berge und erzählen uns von unserer unermesslichen Einsamkeit. Und sie erzählen uns von Wesen in uns, von Dämonen, die wir selbst sind. Aber auch von Wesen, die sich um uns herum befinden. Sind es die Dämonen der Einsamkeit der anderen?

Wer sind wir? Sind wir den Versuchungen des Teufels ausgesetzt oder sind wir selbst diejenigen, die uns versuchen, weil wir selbst der Dämon sind? Sind nicht Wollust, Habgier, Hochmut, Völlerei und Ignoranz die Dämonen, die an uns zerren, die uns zerreißen? Von einer Sekunde auf die andere kann sich der Dämon wenden, blitzschnell, uns gefährlich drohen und das Idyll zerfetzen: die Katastrophe passiert.

Was, wenn Du mit einem monströsen Schuldgefühl aus einem Traum erwachst, in dem grauenhaften Gefühl, die Apokalypse entfesselt zu haben, geschändet oder getötet zu haben? Was, wenn nach dem Erwachen das Schuldgefühl nicht verschwindet, sondern sich vielmehr steigert? Was, wenn es zur Gewissheit wird, dass Du etwas Unvorstellbares getan hast, dass Du wirklich getötet hast?

© M.S. Waldron, Irr. App. (Ext.), “Dust Pincher Appliances”
© M.S. Waldron, Irr. App. (Ext.), “Dust Pincher Appliances”